Porsche Shift-by-Wire-Patent kann Schaltgetriebe retten
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Porsche Shift-by-Wire-Patent kann Schaltgetriebe retten

Heutige Autokäufer mögen manuelle Getriebe nicht mehr so sehr wie früher, aber es gibt einen engagierten Kreis von Enthusiasten rund um klassische H-Schaltmuster. Tatsächlich hatten im Jahr 2022 nur etwa 1,2 % der in den USA verkauften Neufahrzeuge ein manuelles Getriebe, und infolgedessen können heute weniger als 30 Modelle überhaupt noch mit einem solchen gekauft werden.

Sogar die M-Division von BMW hat offen gesagt, dass manuelle Getriebe wahrscheinlich nicht mehr lange überleben werden. Die neue Shift-by-Wire-Technologie von Porsche scheint jedoch das Beste aus beiden Welten zu bieten.

Porsche hat ein Patent für einen Schalthebel angemeldet, der entweder wie ein manuelles Getriebe oder ein Automatikgetriebe bedient werden kann, je nach Vorliebe des Fahrers. Die Marke reichte das Patent im August 2024 beim Deutschen Patent- und Markenamt ein, und die Details wurden Anfang März 2026 veröffentlicht.

Der Shift-by-Wire-Schalthebel hat eine Vorwärts- und Rückwärtsbewegung, um Drive, Neutral und Rückwärtsgang auszuwählen, wodurch er wie ein traditionelles Automatikgetriebe funktioniert. Der Schalthebel bietet jedoch auch eine H-Schaltmuster-Option, sodass er sich von links nach rechts sowie vorwärts und rückwärts bewegen kann. Im Inneren verwendet das Design zwei Sensoren – einen, der den Rotationswinkel der Welle bei Vorwärts- und Rückwärtsbewegung misst, und einen weiteren, der die seitliche Position des Mechanismus beim Wechsel in den H-Schaltmodus erkennt.

Manuell oder Automatik, jederzeit umschaltbar

Das bedeutet, dass Fahrer zwischen Automatik und manuell wechseln können, und zwar nicht nur zu Beginn der Fahrt – beide Modi können während der Fahrt genutzt werden. So kann man auf einer kurvigen Straße manuell schalten und im Stadtverkehr wieder in den Automatikmodus wechseln. Der H-Schaltmodus verwendet Sensoren, um die Bewegung des Schalthebels zu verfolgen und ein mechanisches, manuelles Gefühl zu erzeugen, und es gibt sogar ein simuliertes Kupplungspedal, um das Erlebnis zu vervollständigen.

Das Design ähnelt dem Engage Shift System des Koenigsegg CC850, aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: Koenigsegg baute ein Getriebe, das physisch beide Funktionen erfüllt, während Porsches Patent auf Elektronik statt auf das Getriebe selbst setzt. Das bedeutet, dass das gesamte System ein manuelles Schaltgefühl unabhängig vom Getriebe liefern kann – Doppelkupplung, Drehmomentwandler oder sogar ein elektrifizierter Antriebsstrang. Es ist nicht ganz unähnlich dem, was Hyundai bereits mit dem Ioniq 5 N gemacht hat, der programmierte Gangwechsel und gestufte Leistungsabgabe nutzt, um ein Mehrganggetriebe in einem vollelektrischen Auto zu simulieren.

Es gibt auch einen praktischen Grund jenseits des Spaßes. Manuelle Getriebe sind bekanntlich schwer für Kraftstoffeffizienz und Emissionsvorschriften zu optimieren, aber ein Shift-by-Wire-System könnte Porsche ermöglichen, das manuelle Gefühl anzubieten und gleichzeitig die Vorschriften einzuhalten und effizient zu bleiben.

Die Idee ist natürlich noch ein Patent. Das bedeutet, dass sie möglicherweise bald oder auch nicht in einem Serien-Porsche umgesetzt wird. Wir wissen jedoch, dass Porsche die Nachfrage der Enthusiasten ernst nimmt – amerikanische Käufer waren maßgeblich daran beteiligt, den 992.2 Carrera T durchzusetzen, der ausschließlich mit manuellem Getriebe ausgeliefert wird.

Es ist großartig zu sehen, dass Porsche versucht, die manuellen Getriebe zu retten!

Author Info
John Caruso

Freelance automotive writer and former founder of a monthly car magazine. Fanatic for modern classic German sports sedans. Obsessed with the Porsche 911.