Das i3-Modell ist zurück, aber dies ist nicht der skurrile Stadthatchback, an den Sie sich vielleicht erinnern. Die brandneue BMW i3 Limousine repräsentiert die Zukunft des ikonischsten Autos der Marke, der 3er-Reihe. Es ist das zweite Modell auf der Neue Klasse-Plattform des Unternehmens nach dem iX3 und bietet 469 PS, eine angegebene Reichweite von 440 Meilen sowie 400 kW DC-Schnellladung, die in nur 10 Minuten etwa 250 Meilen Reichweite hinzufügen kann.
Der neue BMW i3 ist auch eine Vorschau darauf, wohin sich der nächste Verbrenner-3er entwickeln wird. BMW hat bestätigt, dass die beiden Autos ein sehr ähnliches Aussehen teilen werden. Der Hauptunterschied im Design wird ein längerer Frontbereich beim Benzinmodell sein, um einen Reihensechszylinder unterzubringen. Ab der A-Säule nach hinten werden die beiden 3er-Generationen voraussichtlich fast identisch aussehen.
Die Technik unter der neuen BMW i3 Limousine
Die Startvariante des neuen BMW i3 ist der i3 50 xDrive, ein Allradantrieb mit zwei Motoren und einer Gesamtleistung von 469 PS und 646 Nm Drehmoment. Damit positioniert er sich fest im Performance-Limousinen-Segment neben den Elektro-Limousinen.
Die sechste Generation der eDrive-Technologie von BMW ist das Rückgrat dieser Leistung und kombiniert eine 800-Volt-Architektur mit neuen Hochvolt-Batterien, die auf zylindrischen Rundzellen in einem Cell-to-Pack-Design basieren. Das Ergebnis ist ein flacherer Batteriepack, eine höhere Energiedichte und eine Plattform, die speziell für Schnellladung entwickelt wurde, anstatt von älterer Verbrenner-Architektur adaptiert zu sein.
Im Zentrum des Fahrerlebnisses steht etwas, das BMW Heart of Joy nennt, ein Hochleistungscomputer, der Fahrzeugreaktionen zehnmal schneller steuert als frühere Systeme. Er arbeitet zusammen mit drei weiteren Hochleistungsrechnern in einer neuen Software- und Elektronikarchitektur, die BMW als einen Generationssprung bezeichnet.
Der neue BMW i3 integriert außerdem BMW Symbiotic Drive, der den nächsten Schritt der Marke in der Assistenzfahrzeugtechnologie darstellt. Die Marke behauptet, dass das Auto schärfer, vernetzter und intuitiver gestaltet ist als alles, was die 3er-Reihe bisher geboten hat.
Design, das seine Streifen verdient
Der neue BMW i3 ist sofort als 3er erkennbar. BMW setzt auf die 2,5-Box-Silhouette, den langen Radstand, das nach hinten geneigte Dach und die kurzen Überhänge, die das Modell seit fünf Jahrzehnten prägen. Der neue BMW i3 ist größer als die G20-Generation. Er misst 4,76 Meter in der Länge, 1,86 Meter in der Breite und 1,48 Meter in der Höhe und steht auf einem Radstand von 2,90 Metern.
Neu ist, wie die klassische Designsprache der Marke für die Elektro-Ära neu interpretiert wird. Die Doppelscheinwerfer und die Niere verschmelzen zu einer einzigen beleuchteten Frontsignatur, die ein vertrautes, aber zugleich wirklich modernes Gesicht schafft.
Am Heck erstrecken sich breite horizontale Rückleuchten über die gesamte Breite und unterstreichen die souveräne, standfeste Haltung des Fahrzeugs, während ausgestellte Radkästen die optische Breite betonen, die man von einer Performance-Limousine erwartet.
Im Cockpit: Ein neuer Standard für das Segment
BMW stattet das Auto mit seinem neuen iDrive X Infotainmentsystem aus, das um einen 17,9-Zoll-Zentral-Touchscreen herum aufgebaut ist, der um drei Grad zum Fahrer geneigt ist. Es ist ein subtiler Winkel, der aber das Cockpit-Gefühl zurückbringt, für das BMW-Innenräume schon immer bekannt waren – nun über einen Bildschirm statt eines physischen Instrumentenclusters.
Das Panoramic Vision-Projektionssystem, das sich über die gesamte Breite der Windschutzscheibe von Säule zu Säule erstreckt, ist serienmäßig. Es platziert drei feste Informationsfelder direkt im Sichtfeld des Fahrers und ersetzt damit effektiv das herkömmliche Kombiinstrument. Rechts davon befinden sich sechs weitere anpassbare Widgets, die der Fahrer vom Hauptbildschirm per Drag & Drop verschieben kann. Für diejenigen, die noch mehr Informationen anzeigen möchten, ohne den Blick von der Straße abzuwenden, bietet BMW optional ein 3D-Head-up-Display an, das den Bedarf an einem dedizierten Fahrerdisplay weiter reduziert.
Der traditionelle iDrive-Drehregler ist verschwunden, und die Klimasteuerung wurde in den Touchscreen verlagert. Während einige physische Tasten erhalten bleiben, baut BMW auf eine minimalistische Steuerungsumgebung in der gesamten Modellpalette.
Mögliche Ende der Reichweitenangst?
Mit einer angegebenen Reichweite von EPA-geschätzten 440 Meilen betritt der neue BMW i3 ein Terrain, das nur sehr wenige Elektrofahrzeuge erreicht haben. Diese Zahl allein verändert die Diskussion über Langstreckenfahrten mit einem E-Auto, aber auch die Ladegeschwindigkeit ist ebenso beeindruckend.
Schließt man ihn an einen 400-kW-DC-Schnelllader an, kann der neue BMW i3 in nur zehn Minuten etwa 250 Meilen Reichweite zurückgewinnen. Das reicht aus, um die Vorstellung von Roadtrips mit einer Elektro-Limousine grundlegend zu verändern.
Der neue BMW i3 bringt außerdem bidirektionales Laden ins Spiel und ist dabei leistungsfähiger als die meisten anderen. Vehicle-to-Home- und Vehicle-to-Grid-Funktionen ermöglichen es dem Auto, Strom zurück ins Haus oder ins Netz zu speisen, wodurch es zu einem rollenden Energiespeicher wird, wenn es geparkt ist. Die Vehicle-to-Load-Unterstützung, verfügbar mit dem optionalen AC Charging Professional Paket, erlaubt es, externe Geräte direkt über die Batterie zu betreiben.
Die Produktion startet im historischen Münchner Werk im August 2026, die ersten Auslieferungen sind für den Herbst desselben Jahres geplant. Ab 2027 wird dieses Werk ausschließlich Neue Klasse Elektrofahrzeuge fertigen.