Throwback Thursday: Wie Porsche Audi bei der Entwicklung des legendären RS2 Avant half
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Throwback Thursday ist eine wöchentliche Reise in die Vergangenheit. Wir beleuchten die kulturelle Bedeutung von legendären Autos aus der Vergangenheit, die den Weg für die Fahrzeuge ebneten, die wir heute genießen.
Audis erstes RS-Modell, der RS2 Avant, legte 1994 die Grundlage für die schnellen Kombis der Marke und machte das „RS“-Emblem bekannt. Interessanter als das Auto selbst ist jedoch, dass es eine Porsche-Geschichte ist.
Alles begann mit Ferdinand Piëch, Ferry Porsches Enkel und damals Audi-CEO, der einen limitierten, schnellen Kombi schaffen wollte. Es war ein Nischenprojekt für die frühen 90er Jahre, und alle Ingenieure waren mit der Entwicklung der viel wichtigeren neuen A-Serien-Modelle – A4, A6 und A8 – beschäftigt, die bald erwartet wurden.
Geboren in Ingolstadt, perfektioniert in Zuffenhausen
Da Piëch bis in die 70er Jahre bei Porsche gearbeitet hatte, wandte er sich für das Projekt an Porsche; die beiden Marken waren schließlich eng verbunden. Audi hatte zuvor bereits die Modelle 924 und 944 für Porsche gebaut, sodass die Zusammenarbeit nicht neu war. Außerdem bot Porsche in finanziell schwierigen Zeiten externe Entwicklungsdienstleistungen für andere Hersteller an.
Audi stellte das Fahrgestell des Audi 80 Avant, Karosserieteile, den Basismotor und Zusatzkomponenten, die von anderen Audi-Modellen übernommen werden konnten, bereit. In Zuffenhausen, wo auch der legendäre 959 und der Mercedes-Benz 500 E entstanden, entwickelte Porsche den damals schnellsten Kombi, der das erste Audi-Modell war, das die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h (155 mph) übertraf.
Das Auto zeigte für Kenner einige Hinweise, die verrieten, dass es „Porsche-Blut“ in sich trug. Einige Bauteile aus den 993- und 964-Generationen des 911 wurden verwendet, wie die Seitenspiegel oder die vorderen Blinker in den Stoßfängern. Das auffälligste äußere Merkmal waren jedoch die 17-Zoll-Leichtmetallräder vom Carrera Cup mit dem charakteristischen Porsche-Raddesign jener Zeit.
Hinter den Rädern befanden sich die roten Hochleistungsbremszangen mit Porsche-Schriftzug. Kleine Details wie die Türgriffe oder die Porsche-Schriftzüge auf den RS-Logos machten die Porsche-Verbindung zusätzlich deutlich. Insgesamt stammten etwa 20 % des gesamten Fahrzeugs von Porsche.
Schneller als der Schnellste?
Der RS2 Avant war der erste Audi ohne elektronische Geschwindigkeitsbegrenzung, obwohl er Geschwindigkeiten über 250 km/h erreichen konnte. Der Tacho zeigte bis zu 300 km/h (180 mph) an, und das Auto erreichte knapp über 160 mph. Die Beschleunigung von 0 auf 60 mph gelang beeindruckend schnell, in nur 5,4 Sekunden. Besonders auffällig war jedoch die Beschleunigung von 0 auf 30 mph: In Tests des britischen Automagazins Autocar benötigte der Audi RS2 Avant nur 1,5 Sekunden, um 30 mph zu erreichen. Damit beschleunigte er schneller als der McLaren F1, das damals schnellste Serienauto, das für den gleichen Sprint 1,7 Sekunden brauchte!
Diese beeindruckende Leistung wurde durch Porsches Modifikationen am Antriebsstrang und Fahrwerk ermöglicht. Audis klassischer 2,2-Liter-Reihen-5-Zylinder-Turbomotor wurde in Zuffenhausen mit einem größeren KKK-Turbolader, höherem Ladedruck und größerer Luftzufuhr modifiziert. Das Ergebnis waren 315 PS und 407 Nm Drehmoment. Ein Sechsgang-Schaltgetriebe überträgt die Kraft auf das permanente Quattro-Allradsystem mit manuell aktivierbarem Sperrdifferenzial. Porsche stattete das Auto außerdem mit einem strafferen Fahrwerk und größeren Hochleistungsbremsen aus, um die geballte Turbokraft zu bändigen.
Ein seltener Anblick
Ursprünglich plante Audi eine Produktion von 2.200 Einheiten, doch nach großem Erfolg wurde die Stückzahl auf 2.900 erhöht. Dennoch ist es heute ein seltener Anblick, diese
Die geringe Stückzahl und die Geschichte dahinter machen den RS2 Avant auch zu einem wertvollen Sammlerstück; ein rotes Exemplar wurde im August 2022 bei Bring A Trailer für über 100.000 US-Dollar verkauft.